“SZ”: Gauselmann drängt auf Zulassung privater Sportwetten

 
22. Februar 2011

Der deutsche Spielhallen-Besitzer Paul Gauselmann drängt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Onlineausgabe) darauf, den Markt für Sport- und Pferdewetten teilweise für private Anbieter zu öffnen.

Das Staatsmonopol sei nicht mehr zu halten, schrieb Gauselmann an etliche Politiker in Bund und Land. Es führe nur dazu, dass 90 Prozent der Toto-Einsätze via Internet "unreguliert und steuerfrei" ins Ausland gingen. Eine Verschärfung des Glücksspielmonopols, wie es manche Politiker forderten, sei "radikales Wunschdenken abseits der Realität".

Die Gauselmann AG betreibt bereits eine Sportwette namens Cashpoint, bislang aber nur im Ausland. In Österreich ist Cashpoint einer der beiden Marktführer; in Italien sind 233 Wettbüros und Annahmestellen vorhanden. Tipps auf Fußballkicks, Formel-1-Rennen und andere Sportereignisse zählen hierzulande zu den beliebtesten Glücksspielen.

Der größte Teil der Einsätze geht an private Wett-Gesellschaften wie Bwin, die vom Ausland aus via Internet längst den deutschen Markt erobert haben. In seinen Briefen an Politiker spricht sich Gauselmann für eine "liberale fortschrittliche Lösung" aus.

 

 

 

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